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NLP Kritik

Fortschritte und Erkenntnisse der modernen psychologischen Grundlagenforschung und insbesondere der Neuropsychologie blieben bei der NLP historisch bedingt weitgehend unberücksichtigt. Die zugrundeliegenden Modelle und Konzepte sind allesamt qualitativ geisteswissenschaftlicher Natur und werden der Realität nur teilweise gerecht. Die NLP kann derzeit nicht auf gesicherte naturwissenschaftliche Grundlagen zurückgreifen, da weite Teile der Neurowissenschaften bisher nur unzureichend erforscht sind.
Einige Psychologen sehen in NLP eine Pseudowissenschaft, da zwar Elemente etablierter Theorien übernommen werden, die Lehre selbst jedoch auf Tests der Behauptungen verzichtet. NLP gibt so zu sagen vor eine Wissenschaft zu sein, es aber in Wirklich nicht ist. NLP-Gegner weisen ferner darauf hin, dass NLP im akademischen Betrieb praktisch keine Rolle spielt.
Dieser Argumentation kann entgegen gehalten werden, dass NLP im Rahmen einzelner Lehrveranstaltungen an einigen Fachhochschulen und Universitäten angeboten wird und insoweit auch Berücksichtigung im akademischen Lehrbetrieb findet.
Es existieren einige Studien zur Wirksamkeit von NLP bzw. Teilbereichen der NLP mit uneinheitlichen Ergebnissen. Es wird bemängelt, dass die meisten dieser Studien den Minimalanforderungen an einen Wirksamkeitsnachweis nicht genügen. Insgesamt gesehen steht der Nachweis der Wirksamkeit von NLP oder einzelner NLP-Methoden (soweit diese nicht einfach aus anderen Verfahren übernommen wurden) daher aus.
NLP-Praktiker wenden ein, dass NLP keine neue wissenschaftliche Theorie begründe, sondern eher eine Sammlung verschiedener Verfahren effektiver Kommunikation sei. Dennoch müssten aus wissenschaftlicher Sicht auch Aussagen der NLP bestätigt oder widerlegt werden können, wie etwa im Fall der „Augenbewegungshypothese“.

NLP Ausbildungen

Die Ausbildung zu einem NLP-Nutzer sind immer freiwillig. Sie bieten an die vorhandenen Kenntnisse zu erweitern und die eigenen Wertvorstellungen gemäß den Ethik Richtlinien zu verändern.
Die Ausbildungen sind national und international möglich. Allerdings sind die Richtlinien immer unterschiedlich. Manchmal müssen bestimmte Auflagen erfüllt werden damit das entsprechende Siegel vergeben werden kann, aber auf jeden Fall müssen immer die vorgegebenen Regeln eingehalten werden.
Nur drei Stufen der Ausbildung sind in den verschiedenen Verbänden gleich benannt:
NLP-Practitioner
NLP-Master, auch NLP-Master-Practitioner genannt
NLP Coach, DVNLP
NLP-Trainer
Manche Verbindungen unterscheiden zwischen abgeschlossener Trainerausbildung und dem Lehrtrainer, der berechtigt ist NLP-Kurse zu erteilen.
In Deutschland sind die NLP-Anwender im DVNLP e.V. und in der DG-NLPt e.V. (einer Schwesterorganisation des DVNLP) organisiert, in der Schweiz in der HANLP, in Österreich in der ÖDV-NLP und der ÖBV NLP.
Auf europäischer Ebene gibt es die EANLPt mit psychotherapeutischen Ausbildungen. Die Verbände dienen u.a. der Qualitätssicherung von NLP-Ausbildungen. Seit 2007 wird NLP als Masterstudiengang an der University of Kingston in Großbritannien zertifiziert: „Master of Arts in Coaching and NLP“. An einigen Fachhochschulen und Universitäten in Deutschland werden (Einführungs-)seminare des NLPs oder Seminare, in deren Rahmen NLP Methoden eingesetzt werden, angeboten.

Verbandsethik

Die NLP-Verbände haben Ethik-Richtlinien geschaffen. Dabei verändern sich die Ausdrucksweisen von Verband zu Verband. Hier dient als Beispiel der Ethik-Kodex des DVNLP.
„Entsprechend den folgenden Ethik-Richtlinien können Sie von DVNLP-Mitgliedern erwarten, dass sie
1.danach streben, integer, unabhängig und unparteiisch zu handeln, Interessenskonflikte zu vermeiden und in Übereinstimmung mit den Vorannahmen des NLP zu handeln,
2.sich selbst sowie ihre Qualifikation und Erfahrung nach bestem Wissen und Gewissen darzustellen. Dies gilt auch für Fertigkeiten und Kenntnisse Dritter, die sie ihren Kunden/Klienten weiterempfehlen,
3.NLP ausschließlich innerhalb der Grenzen ihrer Kompetenz und entsprechend ihrem höchstmöglichen Niveau ausüben,
4.sich in ihren Fertigkeiten und ihrem Wissen fortlaufend weiterbilden,
5.NLP-Interventionen als eine Wahlmöglichkeit und niemals als einzige und ausschließliche Lösung für ein gegebenes Problem darstellen,
6.die Anliegen ihrer Kunden/Klienten vertraulich behandeln,
7.NLP als eine professionelle und effektive Methode präsentieren, die Individuen und Organisationen als Hilfe dient,
8.sicherstellen, dass den Erwartungen der Klienten/Kunden in beiderseitigem Einvernehmen entsprochen wird,
9.die Vielfalt unterschiedlicher NLP-Stile und die Zugänge verwandter Berufe respektieren,
10.im Einklang mit den Grundwerten des DVNLP handeln, um einem breiteren Publikum die Ziele und Aktivitäten des Verbandes darzustellen, und
11.den Wert und die Würde eines jeden Menschen sowie dessen Recht auf Selbstbestimmung respektieren.“

NLP Beispiele aus der Praxis

Einen Vorbehalt auflösen: Ein Mensch bekommt etwas geschenkt und freut sich logischerweise darüber. Diese Freude kann jedoch eingeschränkt werden, wenn die beschenkte Person durch das Geschenk annimmt, dass die Person, die das Geschenk überbrachte, eine Gegenleistung erwartet. Diese Blockade kann durch ein gezieltes Gespräch mit dem Klienten gelöst werden indem die Situation immer wieder besprochen wird und die Lösung und die Gefühle, die dabei ausgelöst werden, immer offen bleiben und die Blockade einfach ausblendet.
Durch gezielte Fragestellungen werden die Blockaden gelöst und die Situation wird neu angegangen. Wobei das Ende immer wieder als offen dargelegt wird, ohne dass das Gefühl des Erwartens der Gegenseite auftaucht. So kann man sich der gesamten Freude über das Geschenk hingeben ohne mit Einschränkungen rechnen zu müssen.
Die autonomen Augenbewegungen: Ein weiteres Werkzeug zur Erkennung bestimmter Vorgänge ist das Auffassen der so genannten „autonomen Augenbewegungen“ der Klienten. Diese Augenbewegungen sind jederzeit im Alltag vorhanden, doch schenkt man ihnen in der Regel wenig Beachtung. Allerdings sind nach Auffassung des NLP diese Augenbewegungen ein Hinweis, ob die Person die jeweilige Situation visuell oder akustisch wahrnimmt oder sich etwa etwas komplett neues dazu ausdenkt. Doch diese Augenbewegungen sind nur kleine Hinweise auf das gedachte und müssen erst noch bestätigt werden, zum Beispiel durch gezieltes Nachfragen, um sie zur Schlussfolgerung zu Nutzen.

Grundlagen und Bewertungen des NLP

NLP als eine Art Methodensammlung nimmt für sich in Anspruch auf verschiedenen wissenschaftlichen Studien zu beruhen, jedoch nicht selbst komplett wissenschaftlich fundiert zu sein. Diese Theorien beruhen auf fünf verschiedenen ineinander greifenden Methoden zu einem Aussagen-Gebäude, ohne jedoch insgesamt den Anforderungen der Wissenschaft zu genügend.
Aufgrund der multimodalen Struktur (das bedeutet die Methodensammlung, die auf 30 verschiedenen NLP-Formaten beruht) ist eine Anerkennung als wissenschaftlich fundiertes anerkanntest Hilfsmittel der Kommunikation kaum möglich, obwohl einzelne Methoden durchaus aus den Schulen der Psychologie entliehen sind. Es gibt allerdings NLP-Anwender, die das NLP als eine Art „Werkzeugkoffer“ ansehen und das entsprechende Wissen auch so verwenden. Dieser Werkzeugkoffer beinhaltet dann psychologische und therapeutische Mittel um ein Beratungsgespräch mit einem Klienten erfolgreich führen zu können.
Eine andere Herangehensweise will die Neuro-linguistische Psychotherapie (NLPt) ermöglichen, der seit Anfang 2007 in Österreich praktiziert wird und auch anerkannt wird. Mit der NLPt werden die bisherigen Mängel, die in der NLP noch vorhanden war, beseitigt und die gesamte Methode wurde verbessert. Des weiteren wurden die Ansprüche der therapeutischen Aufgabenstellung entsprechend wissenschaftlichen anerkannten Standards innerhalb der Erweiterung der Verhaltenstherapie geprägt. In Deutschland ist man allerdings noch nicht ganz soweit, jedoch sind bereits Bemühungen und Verfahren in Gange, dass es auch hier anerkannt wird.

NLP Elemente und Formate

Als zentrale Grundannahme gilt für das NLP, dass innere Vorgänge und innere Wahrnehmungen gleich gesetzt werden und dass zur Analyse von psychologischen Störungen immer die Ergebnisse der Befragung eines Klienten genutzt werden.
Dem liegen folgende Annahmen zugrunde:
Der Mensch nimmt seine Umwelt mit seinen vollen fünf Sinnen wahr:
mit den Augen
mit den Ohren
mit dem Spüren
mit dem Geruchsinn
und mit dem Geschmackssinn.
Generell werden immer zwei Sinne verstärkt eingesetzt. Bei einer Diskussion wären dies Augen und Ohren. Somit nimmt man das Verhalten und die Äußerungen stärker wahr als den Geruch der Person gegenüber. Darauf beruht die Theorie der Lerntypen!
Das heißt die Prägung der verschiedenen Sinneseindrücke hat Einfluss darauf ob eine Person etwas als gut befindet oder als schlecht. Verbindet eine Person beispielsweise die Türklingel mit einem schlechten Ereignis, so sollte das Geräusch der Türklingel während einer Diskussion vermieden werden um den objektiven Faktor nicht zu beeinflussen.
Derartige Gedankenverknüpfungen werden bei der betreffenden Person mit der Technik des Ankerns erlernt. Somit kann die Person bewusst lernen Ereignisse mit Emotionen zu verknüpfen.
Dies kann sehr nützlich sein, denn werden Glücksgefühle zum Beispiel mit einer freundlichen Geste in Verbindung gebracht, so werden diese Glücksgefühle wieder aktiviert sobald man ein freundliches Lächeln wahrnimmt.

Vorannahmen

Ein zentrales Instrument sind die 11 wichtigsten Vorannahmen.
1.Die Landkarte ist nicht das Gebiet
2.Menschen treffen innerhalb der Welt immer die bestmögliche Wahl.
3.Jedes Verhalten ist durch eine gut gemeinte Absicht basiert.
4.Alle Menschen haben die richtigen und außreichend Reserven zur Verfügung um allen Veränderungen entgegen zu treten.
5.Diese gute Absicht bleibt konstant, nur die Maße in der damit reagiert wird kann bezweifelt werden.
6.Es gibt in der Kommunikation keine Fehler.
7.Die Bedeutung der Kommunikation beruht nicht auf die Art wie sie betrieben wird, sondern wie sie bei dem Gegenüber an kommt.
8.Wenn etwas nicht funktioniert, versuche etwas anderes.
9.In einem stabilen System kontrolliert das Element mit den größtmöglichen Verhaltensmöglichkeiten das System.
10.Widerstand bei dem Angesprochenen beruht immer auf einem Fehler des Sprechenden.
11.Der Sinn der Kommunikation ist nicht die Absicht sondern die erzeugt Reaktion des Gegenübers.
12.Wenn jemanden etwas bestimmtes gelingt, so kann davon lernen und es nachahmen.
Erfolgreiche Therapeuten bauen ihr Gespräch meistens auf diesen Vorannahmen auf um so erfolgreich zu ihrem gesetzten Ziel zu gelangen. Sie bildeten damals bei den „modelierten“ Personen die Vorraussetztung für ein erfolgreiches NLP-Wissen, welches noch vielen weiteren Leuten hilfreich sein sollte. So vermittelt NLP die Grundlagen, die den eigenen Erfolg begünstigen.

Selbstverständnis als „Methodenbündel oder Werkzeugkasten“

NLP beschäftigt sich sozusagen mit der menschlichen Sprachverhalten. Doch es ist mehr als das! NLP ist eine Methodensammlung. Viele NLP-Anweder sehen es mehr als eine Abfolge von verschiedenen Handlungsweisen. Andere wiederum sehen NLP als konstruktive Herangehensweise um eine Lösung für ein gestelltes Problem zu finden. Nach Grinder und Bandler haben viele NLP Anwender versuch einige herausragende Persönlichkeiten auf verschiedene Verhaltensweisen zu untersuchen um mögliche Gemeinsamkeiten zu finden, weshalb sie so erfolgreich geworden sind.
NLP behauptet von sich selbst nicht wissenschaftlich zu sein, jedoch hat es Vorgehensweisen wie eine echte Wissenschaft. Auch NLP geht davon aus, dass das menschliche Verhalten, welches äußerlich wahrnehmbar ist, einen vorherigen inneren Prozess durchläuft, welcher dieses verhalten erst auslöst.
Im Vordergrund steht immer die Annahme, dass ein gedachter oder Ausgesprochener Ausdruck die darauf folgende Verhaltensweise und das darauf folgende Befinden sich auf gewisse Weise verändert.
Dieses Empfinden bildet dann das äußerliche Umfeld und die Umwelt in der man sich bewegt. Dieses Befinden bildet dann die „innere Landkarte“ in der man sehen kann, wo genau man sich in der Gesellschaft befindet. So wird auch das Weltbild des Menschen erschaffen und begründet.
Eines der wichtigsten Instrumente sind zwei Fähigkeiten, die jeder Mensch lernen kann, welches entweder intuitiv oder überlegt ist: Anpassen oder Führen.

Geschichtliches zu NLP

Anfang der 70er Jahre wurde NLP in der University of Santa Cruz entwickelt. Der ehemalige Mathematik Stundent und jetzige Psychologe Richard Bandler und dem Sprachwissenschaftler John Grinder entwickelten dieses Programm.
Ebenfalls wird Gregory Betson ein Einfluss auf das NLP nachgesagt. Anfangs schien er begeistert gewesen zu sein von dem Konzept, jedoch distanzierte er sich dann später von de NLP.
In der Anfangsphase des NLP richtete sich die Aufmerksamkeit von Bandler und Grinder zunächst auf drei große Psychologen, die zu der damaligen Zeit sich Gehör verschafft hatten. Grinder und Bandler versuchten anhand von Analysen herauszufinden, was diese drei Psychologen so erfolgreich machte. Sie analysierten eingehend die Ausdrucksweise und Körpersprache dieser Therapeuten. Daraus konnten sie die jeweiligen Absichten herausfiltern und somit den Vorgang an sich und die daraus resultierenden Folgen feststellen. Diese Erkenntnisse bildeten somit die ersten NLP-Schulen. Mitte der 70er Jahre wurde das erste Buch über NLP veröffentlicht, darauf folgte, im Jahre 1976 eine Analyse der Sprachstrukturen. Diese Analyse zeigte, wie die Menschen ihre Umwelt wahrnehmen und wodurch diese beeinflusst wird, weiterhin wurden die Unterschiede der Oberflächen- und Tiefenstruktur, in der sich die menschliche Kommunikation unterscheidet.
Die Werkzeuge des NLP werden seither außerhalb akademischer Lehrstellen weiterentwickelt und auch laufend ergänzt.

Begriffserklärung NLP

NLP an sich ist nur eine Abkürzung und steht für „Neurolinguistische Programmierung“ und wurde Anfang der 70er Jahre von Richard Bandler und John Grinder entwickelt. Es galt als ein neuartiges Verfahren der Kurzzeit-Psychotheraphie.
Es ist das Lernen der subjektiver Erfahrungen und die daraus resultierenden Folgen.
NLP vereinte erstmals nur verschiedene psychotherapeutische Ansätze. Auffällig ist dabei das Modellieren von Kommunikationstechniken und der Wechsel der Betrachtungsrahmens. Dadurch wird eine Stärkung personenspezifischer Fähigkeiten hervorghoben.
NLP ist eine Abgrenzung von der wissenschaftlichen Psychologie und wurde in den frühen 80er Jahren kaum beachtet. Selbst an Fachhochschulen und in der Fachliteratur erhielt NLP nur wenig Interesse und Unterstützung. Kritiker gingen sogar soweit es als „Pseudowissenschaft“ ab zu legen.
Die NLP Anwender selbst sagen jedoch, dass das Konzept wenig mit Psychotheraphie zu tun hat, sondern mehr eine Art Modell des menschlichen Verhaltens und Lernens darstellt.
Es gibt bei der NLP drei verschiedene Ebenen: die NLP Epistemologie, die NLP Methodologie und die NLP Technologie.
Epistemologie beschäftigt sich mit der Differenzierung, wie Monschen Modelle der Welt bilden. Die NLP Methodologie beschäftigt sich damit diese Modelle zu erkunden und die Technologie beinhaltet die verschiedenen Techniken und Verfahrensweisen um die Veränderungen der eigenen Erlebnisse erfassen zu können. Viele Nachfolger allerdings reduzieren NLP nur auf seine Technologie.